Die Kirchengemeinde Hofstetten besteht aus folgenden Ortschaften:
KLEINWALLSTADT, SODEN, HOFSTETTEN, SULZBACH, HAUSEN, DORNAU, VOLKERSBRUNN, EBERSBACH, ROßBACH, LEIDERSBACH, EICHELSBACH

Unsere Gotteshäuser:
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St. Michaelskirche in Hofstetten,
Eichelsbacher Straße 11
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Gemeindehaus in Sulzbach,
Jahnstraße 16
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Ölbergkapelle in Sulzbach.
Im Besitz der Katholische Kirchengemeinde. Gelegentliche Nutzung durch unsere Kirchengemeinde, Kirchgasse

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"Verleih uns Frieden gnädiglich"

Eine neue Glocke für St. Michael –
nachzulesen auf dieser Seite.

St. Michaelskirche Hofstetten

Unsere Kirche reicht mit ihrem ältesten Teil weit in die katholische vorreformatorische Zeit zurück. Eine an der Ostwand der Kirche, also der alten Verbindungsmauer zwischen Kirche und Turm, noch sichtbare Bogenspur lässt vermuten, dass die Kirche in alten Zeiten keinen Turm besessen hat, sondern als Kapelle mit kleinem Chorraum bestand. Diese Gestalt des Gotteshauses würde uns wohl bis in die Zeit der Romanik führen. Dazu passt, dass der Chor, die heutige Taufkapelle, in den Turm eingebaut ist. Erst in gotischer Zeit wurde die Apsis überbaut. Die dicken Mauern der Apsis sowie ihre gedrungene Gestalt, lassen ebenfalls auf ein hohes Alter schließen. Der Turm trägt die Jahreszahl 1473, was auch allgemein als das eigentliche Baujahr angenommen wird. An der Sakristei mit ihrem Kreuzrippengewölbe ist die Jahreszahl 1488 eingemeißelt. Bei kleinen Kirchen ist das keine Seltenheit, da sie nach den finanziellen Möglichkeiten, in Abschnitten gebaut wurden. An der Südwand, neben der Sakristei, steht die Jahreszahl 1706. Aus dieser Zeit stammt das Langhaus und wahrscheinlich auch der Turm in seiner heutigen Gestalt. 1799 – 1800 wurde die Kirche erweitert und gänzlich renoviert. Das Langhaus wurde um 12 Schuh verlängert und höher gebaut. Es erhielt die stattliche Länge von 12,5 m und eine Breite von 6,5 m. Die Tiefe des Chors betrug 4 m. Auch die Kanzel und die Orgel, diese war aber schon alt und stammte aus Reihorn, wurden in das Gotteshaus eingebaut. Die heutige Orgel trägt die Jahreszahl1903 Vor dem Altar stand einst mal der jetzt in der Taufkapelle befindliche Taufstein aus dem Jahr 1672 mit einem schönen Erbacher Wappen aus rotem Sandstein gehauen. Von den 2 Glocken des Jahres 1712 musste im Kriegsjahr 1917 eine abgegeben werden. Die verbliebene trug die Inschrift: „Anno 1712 gos mich Johann Andreas Schneidewind in Frankfurt“. Sie fiel dem zweiten Weltkrieg zum Opfer. Heute hängen im Turm wieder drei neue Glocken, die letzte aus dem Jahre 1959. Die Kirche wurde im Jahre 1969 – 1970 vollkommen umgebaut. Sie war zu klein geworden und im Innenraum durch die umlau- fende Empore auch sehr dunkel. Die Nordmauer wurde um 4 m versetzt, sodass die Emporen entfielen. Altar und Kanzel wurden verlegt und dem neuen Raum mit geänderter Hauptsache eingefügt. Sie wurde am 28.06.1970 feierlich eingeweiht. Von dem alten, früher um die Kirche verlaufenden Begräbnisplatz sind noch einige schöne Grabinschriften, in Sandstein gehauen, vorhanden. Sie sind zusammen mit den Resten der Wehrmauer und einem Tor-Türchen neben der Kirche zu sehen. Einer der schönsten Räume der Kirche ist die Taufkapelle, die im ehemaligen Chorraum entstanden ist. Der historisch wertvolle Taufstein ist ein Zeitzeuge aus der territorialen Zugehörigkeit von Hofstetten zur Herrschaft der Grafen von Erbach, Odenwald, und steht mitten in der Taufkapelle. Aus der Sakristei stammt der schmale Steintisch, der an der Ostseite als Altartisch in die Wand eingelassen wurde. Das Altarkreuz mit den vier Engeln wurde im Jahr 1979 bei einer Bildhauerin im Nachbarort Wörth am Main in Auftrag gegeben.
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